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Die Universität der Informationsgesellschaft
Kompetenzmessung in der zweiten Phase der Physiklehrerausbildung

Im Zuge groß angelegter internationaler Schulleistungsstudien wie PISA und TIMSS und im Zusammenhang der durch den Bologna-Beschluss der europäischen Union beschlossenen Veränderungen im universitären Ausbildungsbereich wird die Wirksamkeit der deutschen Lehramtsausbildung zunehmend kritisch diskutiert und eine Verbesserung der Ausbildungsqualität gefordert. Als Folge wurden durch die KMK normative, fachübergreifende Ausbildungsstandards für den Lehrerberuf entwickelt und formuliert. Bestandteil dieser Standards sind diejenigen Handlungskompetenzen, welche Lehrerinnen und Lehrer erwerben sollten, um den Lehrberuf erfolgreich auszuüben. Zur Umsetzung dieser Standards in der Ausbildung der jeweiligen Unterrichtsfächer und zur Überprüfung ihres Erwerbs fehlt es allerdings noch an empirisch abgesicherten Strategien und geeigneten Testinstrumenten.

Die domänenspezifische Handlungskompetenz von Lehrerinnen und Lehrern wird zur empirischen Erfassung meist durch professionelles Wissen und zugehörige Einstellungen und Werthaltungen operationalisiert. Es fehlt allerdings an geeigneten Instrumenten zur Kompetenzdiagnose, die neben der Wissens- auch die Handlungsebene erfassen. Eine mögliche Lösung bietet die Ergänzung bestehender Instrumente zur Erhebung des Professionswissens durch geeignete videogestützte Beobachtungsinstrumente. Dieses Projekt hat zum Ziel ein solches Instrument zu entwickeln. Mit Hilfe dieses neu entwickelten Instruments ist es außerdem Ziel das Paderborner Kompetenzstrukturmodell für angehende Physiklehrkräfte auf der Handlungsebene empirisch zu validieren und dabei zu untersuchen, ob und in welcher Form universitär erworbenes Wissen sich in qualitativ gutem, unterrichtlichem Handeln abbildet.


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